Umnutzung

ehemalige Initialsprengstoffanlage, RUAG - Thun

Ort: Ortschaft - Schweiz
Auftragsart:Konkurrenzverfahren
Bauherrschaft: RUAG Real Estate AG
Jahr:2009
Nutzung:Diensteistung
Besonderheit:Bauen mit dem Bestand,
Transformation einer Produktionsstätte
Projektpartner:Felber Architekten AG Thun
Download:Projektblatt

Seit der Umstrukturierung der Militärbetriebe zur heutigen RUAG wandelt sich das ehemals abgeschottete Produktionsareal zu einem offenen Arbeitsstandort an der Thuner Aare. Die Konzentration und Auflösung verschiedener Betriebszweige gab bereits 2006 den Anlass für eine Nutzungsstudie rund um die Gebäude der ehemaligen Initialsprengstoffanlage. Im Fokus stand der zukünftige Umgang mit den rund 140 Meter langen Aarebauten. Der Entwurf entwickelt ein klares städtebauliches Konzept entlang der Uttigenstrasse. Ein um 90° gedrehter, viergeschossiger Neubau bindet das bislang versteckte Untergeschoss an und schafft eine neue, gut sichtbare Zugangssituation. Ein angehobenes, farbiges Zugangsdeck fungiert als identitätsstiftendes Element und bildet einen prägnanten Auftakt zum Areal.

Die naturnahe Umgebungsgestaltung wird mit einem durchgehenden Kiesbelag weitergeführt und durch punktuelle Eingriffe ergänzt. In einer zweiten Etappe dient das Zugangsdeck als Fundament für den Neubau sowie die Aufstockung bestehender Gebäude und ermöglicht eine flexible Weiterentwicklung des Areals.

Der neue Baukörper fügt sich in die orthogonale Ausrichtung der bestehenden Volumen ein und schafft gleichzeitig eine eigenständige Setzung innerhalb des Areals. Durch seine Positionierung entstehen klar definierte Aussenräume, während gezielt Blickbeziehungen zum Aarelauf freigelegt werden.

Das Zugangsdeck übernimmt dabei eine zentrale Rolle als verbindendes Element zwischen Strasse und Areal. Es strukturiert den Aussenraum, schafft Orientierung und ermöglicht eine klare Adressbildung. Gleichzeitig erlaubt die robuste Gestaltung des Aussenraums mit Kiesflächen, punktuellen Bepflanzungen und Oberlichtern eine flexible Nutzung und Anpassung über die Zeit.

Die zweite Etappe umfasst sowohl den Neubau auf dem bestehenden Zugangsdeck als auch die Aufstockung eines Bestandsgebäudes. Der neue Baukörper ist als flexibler Bürobau konzipiert und bietet unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten. Zusammen mit der Aufstockung entsteht zusätzliche Nutzfläche, die sich selbstverständlich in die bestehende Struktur integriert und die Entwicklung des Areals langfristig unterstützt.


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«Das Zugangsdeck bildet einen neuen Auftakt zwischen Strasse und Areal»

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«Ein gedrehter Baukörper macht das verborgene Untergeschoss sichtbar»

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