| Ort: | Bern - Schweiz |
| Auftragsart: | Projektwettbewerb im offenen Verfahren |
| Bauherrschaft: | Stadt Bern |
| Jahr: | 2026 |
| Nutzung: | Bildung |
| Besonderheit: | 6. Rang / 4. Preis Bauen im Bestand, Holzbau, Flexible Lernlandschaften, Zirkuläres Bauen |
| Download: | Projektblatt |
Die Schulanlage Sulgenbach in Bern ist geprägt durch Gebäude unterschiedlicher Bauetappen, darunter das denkmalgeschützte Hauptschulgebäude von 1870 und die Turnhalle von 1947. Mit dem Projekt «Intarsie» wird die historisch gewachsene Anlage behutsam weiterentwickelt und zu einem klar lesbaren Ensemble zusammengeführt. Im Zentrum des Entwurfs stehen die Sanierung und Neuorganisation der bestehenden Bauten sowie ein neuer, zweigeschossiger Pavillon an der Hangkante zwischen den beiden Arealniveaus. Dieser stärkt die räumliche Ordnung, verbindet die unterschiedlichen Aussenräume und schafft zusätzliche Flächen für Unterricht und gemeinschaftliche Nutzungen. Flexible Lernlandschaften und die Integration der Tagesbetreuung ermöglichen zeitgemässe Bildungsformen. Gleichzeitig werden die Freiräume aufgewertet und stärker mit dem Quartier vernetzt. Der bewusste Umgang mit dem Bestand, die Wiederverwendung von Bauteilen und eine ressourcenschonende Bauweise bilden die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung der Schulanlage.
Im denkmalgeschützten Stettlerbau ermöglicht ein neues Fluchttreppenhaus mit Lift die Umgestaltung der zentralen Hallen zu offenen Lernlandschaften für unterschiedliche Unterrichtsformen. Der neue Pavillon ergänzt das Ensemble mit einer kompakten Holzkonstruktion und flexibel nutzbaren Räumen. Sein Mehrzweckraum steht auch dem Quartier zur Verfügung. Bestehende Pausenhöfe und Spielflächen werden gezielt aufgewertet. Neue Wegverbindungen, naturnahe Bepflanzungen und durchlässige Oberflächen stärken die Vernetzung mit dem Quartier und fördern die Biodiversität. Die Wiederverwendung von Bauteilen, Photovoltaikanlagen und eine erneuerbare Energieversorgung über Erdsonden-Wärmepumpen ergänzen das nachhaltige Gesamtkonzept.
«Flexible Raumstrukturen für eine vielseitige und lebendige Schulanlage»
«Ein bewusster Umgang mit dem Bestand als Beitrag zur Nachhaltigkeit»